Der Klimawandel

Das 2020 verabschiedeten IKSR-Programm „Rhein 2040 – Der Rhein und sein Einzugsgebiet: nachhaltig bewirtschaftet und klimaresilient“ stellt fest:

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf das Abflussgeschehen und die Wassertemperatur mit Folgen für die Wasserqualität, die Ökologie und Biodiversität sowie für die Nutzungen der Gewässer. Die Auswirkungen müssen im Rheineinzugsgebiet regelmäßig koordiniert erfasst werden, um einen Gesamtüberblick zu erhalten. Die verschiedenen Ansätze, Methoden und Erfahrungen sowie Ergebnisse wissenschaftlicher Studien in den Staaten in Bezug auf die Anpassung an den Klimawandel sind auszutauschen. Multifunktionale, naturbasierte Lösungen sind aufgrund ihrer besseren Resilienz und ihres besseren Kosten-Wirksamkeits-Verhältnisses zu bevorzugen.

2011 hat die IKSR die ersten Untersuchungsergebnisse über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Abflussgeschehen für die nahe (2050) und ferne Zukunft (2100) publiziert (Szenarienstudie für das Abflussregime des Rheins). Demnach wird mit einer Zunahme der Winterniederschläge und stromabwärts des Mittelrheins auch mit einer Zunahme der Hochwasserabflüsse gerechnet. Zudem wird eine Abnahme der Niederschläge und Abflüsse im Sommer sowie eine Zunahme von Niedrigwasserperioden prognostiziert. Darauf aufbauend hat die IKSR 2014 ihre erste Klimawandelanpassungsstrategie verabschiedet und publiziert.

Die FGG Rhein führt die Strategien von IKSR und LAWA zusammen und setzt sie im Rahmen der unter ihrem Dach erarbeiteten Pläne (HWRM-Plan, Bewirtschaftungspläne der Länder) um.